Die meisten Teams arbeiten in Systemen, die über Jahre gewachsen sind, mit Datenbeständen, Schnittstellen und Regeln, die niemand mehr vollständig im Kopf hat. Coding-Agenten beschleunigen die Arbeit auch dort. Im Bestandssystem erzeugen sie aber Fehler, die erst spät auffallen: eine zweite Implementierung neben der vorhandenen, oder ein Ticket, das die Fachlage nur zur Hälfte beschreibt.
Die Serie beschreibt meine Versuche, diese Arbeit zu organisieren. Der ursprüngliche Entwurf der agentischen Engineering-Pipeline sah feste Rollen und ein Quality Gate an jedem Übergang vor. Spätere Beiträge prüfen diesen Ablauf an den Erfahrungen aus zwei internen Projekten. Sie zeigen auch, wo ich mit zusätzlichen Regeln und Übergaben die Umsetzung erschwert habe.
Der geänderte Ablauf beginnt mit einem kleinen ausführbaren Anwendungsfall. Brauchbarer Versuchscode wird nach Prüfung weiterentwickelt. Eine unabhängige Abnahme prüft die vereinbarten Kriterien am Produkt, weitere Kontrollen folgen dem Risiko. Reparaturen zählen zum Gesamtaufwand. Auch nach mehreren Erweiterungen sollen die zuvor abgenommenen Funktionen weiterarbeiten.
Tickets, Commits und Laufbelege bilden die Grundlage dieser Berichte. Forschungsergebnisse stehen neben den eigenen Beobachtungen, mit ihren jeweiligen Grenzen. Die Beiträge erscheinen unten chronologisch. Der Auftakt erklärt den ersten Entwurf. Der Beitrag über den Stillstand trotz vieler Tests begründet die jüngsten Änderungen und den vorgesehenen Vergleich der Verfahren.